Anabole Diät
Anabole Diät
Es gibt mittlerweile eine Vielzahl von Diäten, die alle unterschiedliche Ziele verfolgen und vor allem auf der Basis von anderen Erkenntnissen entwickelt wurden. So zählt man bei der einen Diät die Kalorien, bei der anderen die Punkte, dann wird bei wieder anderen das Fett in der Nahrung reduziert und bei der vierten Diät isst man nur spezielle Lebensmittel. Die anabole Diät ist vor allem für Bodybuilder und Sportler interessant, da sie darauf abzielt, die Muskelmasse zu erhalten und gleichzeitig Fett abzubauen. Aber auch für Nicht-Sportler sollte dieses Ziel der anabolen Diät attraktiv klingen. Denn nur wenn man Fett abbaut und gleichzeitig Muskeln aufbaut, verliert man an Gewicht und bekommt einen straffen Körper. Wie aber sieht die anabole Diät konkret aus?
Die anabole Diät zählt erst einmal zu den Low-Carb-Diäten, da man weitestgehend auf Kohlenhydrate verzichtet. Stattdessen nimmt man hauptsächlich Proteine und hochwertige Fette zu sich. Nur 20 bis 30 Gramm Kohlenhydrate am Tag sind erlaubt, wenn die anabole Diät funktionieren soll. Das hat natürlich die Folge, dass man sich zunächst schlapp fühlt. Etwa zwei bis drei Tage werden die Depots von Kohlenhydraten ausgezehrt und auch die Fettdepots schmelzen. Das liegt schlichtweg an der sogenannten Ketose, die in den ersten Tagen stattfindet.
In der ersten Zeit der anabolen Diät wird man ein starkes Verlangen nach Kohlenhydraten verspüren. Das ist ganz normal und natürlich, da man diese ja so gut es geht, vermeidet. Wer in dieser Zeit stark bleibt, wird mal gute Erfolge mit der anabolen Diät erzielen. Man kann in dieser Zeit auf Low-Carb-Produkte zurückgreifen, um das Gefühl zu haben, man hätte trotz der anabolen Diät Kohlenhydrate zu sich genommen. Das kann das Verlangen danach vermindern.
Was aber ist genau Ketose?
Wenn das Hormon Glucagon ausgeschüttet wird, entstehen Ketonkörper. Diese Ketonkörper sind eine Art Ersatzkohlenhydrate für den menschlichen Körper. Der Blutzuckerspiegel ist dabei relativ hoch, da das Glucagon der Gegenspieler des Insulins ist. Ernährt man sich nun nicht nach der anabolen Diät, sondern nimmt ganz normal Kohlenhydrate auf, so werden die Kohlenhydrate, die nicht benötigt werden, in den Fettdepots gespeichert. Damit die Kohlenhydrate entsprechend gespalten und gespeichert werden können, kommt das Insulin zum Einsatz. Wenn dann alle Kohlenhydrate aus dem Blut verbrannt sind, wie zum Beispiel bei körperlicher Anstrengung, werden zunächst die Depots geplündert. Erst dann wird effektiv Fett abgebaut. Das bedeutet also, dass der Körper direkt auf die Fettdepots zugreifen muss, wenn in Blut nicht genügend Kohlenhydrate vorhanden sind. Würde man sich nun hauptsächlich von Fett ernähren, würde man Muskelmasse abbauen. Deswegen ist die anabole Diät so aufgebaut, dass man außerdem viele Proteine zu sich nimmt. Denn nur wenn die Muskeln ausreichen mit Eiweißen versorgt sind, können sie aufgebaut werden.
Was bedeutet das aber nun konkret? Welche Nahrungsmittel sind bei anabole Diät erlaubt, welche nicht?
Grundsätzlich gilt, dass man Proteine mit Fetten kombinieren sollte. Das heißt, dass man bei der anabolen Diät viel Fleisch, Milchprodukte, Fisch und Gemüse isst. Brot, Kartoffeln und Nudeln sind während der anabolen Diät tabu. Kombinationen aus Fett und Kohlenhydraten sind absolute Hemmer und setzen sich sofort auf den Hüften und am Bauch ab. Deswegen sind bei der anabolen Diät Lebensmittel wie Pommes frites, Bratkartoffeln, Brötchen mit Bratwurst, Pizza und Döner verboten. Gebratenes Fleisch mit Gemüse, Spiegelei, Omelette und Quark hingegen darf man viel und ausreichend essen. Auch Nüsse sind optimal während dieser anabolen Diät. Sie haben zwar viele Kalorien, aber sie liefern auch wichtige essenzielle Fettsäuren. Auch Käse mit Obst ist erlaubt, allerdings sollte man bedenken, das Obst Furchtzucker enthält, der wiederum den Blutzuckerspiegel in die Höhe treibt. Außerdem sollte man bei der anabolen Diät hochwertige Öle zu sich nehmen. Rapsöl, Fischöl und Leinöl sind ideal während der anabolen Diät. Weiter kann man auch Nahrungsergänzungsmittel zur Unterstützung der anabolen Diät einnehmen. Denn wer sich einseitig ernährt, wie es bei der anabolen Diät der Fall ist, sollte auf die Versorgung mit allen Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen ein besonderes Augenmerk legen. Kapseln und Tabletten können daher ein guter Zusatz während der anabolen Diät sein. Auch Eiweißshakes unterstützen diese Phase vor einem Wettkampf beziehungsweise bei dem Muskelaufbau. Denn Proteinshakes sind genau so entwickelt, dass sie den Ansprüchen der anabolen Diät gerecht werden. Bedenken sollte man allerdings, dass es unterschiedliche Proteinshakes gibt. Nur die, die zum Beispiel Whey- Protein enthalten und wirklich kaum Kohlenhydrate, sind für die anabole Diät geeignet.
Und auch wenn man die anabole Diät verfolgt und einhält und dadurch kaum oder besser gar keine Kohlenhydrate zu sich nimmt, sollte man den eigenen Energiebedarf nicht überschätzen. Auch bei der anabolen Diät sollte man nicht mehr als nötig essen, da man sonst ebenso zu viele Kalorien aufnimmt, die wiederum in den Fettdepots gespeichert werden. Außerdem spielt das Training natürlich eine zentrale Rolle und sollte auch während der anabolen Diät nicht vernachlässigt werden. Stattdessen sollte man anabole Diät mit dem Trainingsplan abstimmen und so optimale Ergebnisse erzielen.

